Die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum Stipendium

Die Entwicklung Ihrer individuellen Finanzierungsstrategie umfasst mehrere Schritte. Zu Beginn sollten Sie zunächst eine ausführliche Recherche zu Stipendiengebern durchführen. Nach dem Klären Ihrer individuellen Chancen treffen Sie Ihre persönliche Auswahl. Nun beginnt der eigentliche Bewerbungsprozess: Bei der Stipendienbewerbung ist in der Regel ein mehrstufiges Auswahlverfahren zu durchlaufen. Zuerst sind die Bewerbungsunterlagen zu erstellen. Bei erfolgreichem Durchlaufen der schriftlichen Vorauswahl folgt häufig ein mündliches Auswahlverfahren.

1. Recherche zu Stipendiengebern
Es gibt einige Stipendien-Datenbanken, mit denen Sie gezielt nach Stipendiengebern für Ihr individuelles Promotionsvorhaben suchen können. Sie filtern die Stipendien nach Ihren Bewerbungsvoraussetzungen.

2. Klärung der Chancen
Schauen Sie die Vorauswahl an möglichen Stipendiengebern sorgfältig durch und lesen Sie bei interessanten Stiftungen die genauen Fördervoraussetzungen nach. In der Graduierten-Akademie erhalten Sie Auskünfte zu den Landesgraduiertenstipendien. Zudem können Sie die Vertrauensdozenten der Friedrich-Schiller-Universität zum Profil der 13 Begabtenförderungswerke beraten. Anstatt Bewerbungen wahllos an bekannteste Stiftungen zu verschicken, sollten Sie Bewerbungen nach der Übereinstimmung des Stiftungsprofils mit Ihrem persönlichen Profil priorisieren.

3. Treffen einer individuellen Auswahl
Holen Sie sich fachliches Feedback zu Ihrer individuellen Auswahl (z.B. zu Ihren "Top 5") ein. Unterstützung an der Friedrich-Schiller-Universität finden Sie bei Ihrer betreuenden Hochschullehrerin / Ihrem betreuenden Hochschullehrer und ggf. bei den Koordinatoren der strukturierten Promotionsprogramme.

4. Erstellung der Bewerbungsunterlagen
Jede Stiftung hat ihre eigenen Anforderungen. In der Regel werden neben Anschreiben, Lebenslauf und Hochschulzeugnis ein Exposé und zwei Empfehlungsschreiben von Hochschullehrern erwartet. Entscheidungsträger im Auswahlverfahren wollen zum einen herausfinden, ob Sie die persönlichen Eigenschaften zum Promovieren mitbringen - sprich: ob Sie den langen Atem und das Durchhaltevermögen für die Anfertigung einer Dissertation mitbringen. Zum anderen wird das zu fördernde Dissertationsprojekt begutachtet, das sie in Ihrem Exposé beschreiben. Gelesen wird das Exposé von etablierten Wissenschaftlern aus Ihrem Forschungsgebiet, die sowohl den forschungsrelevanten Gehalt des Projekts als auch dessen Machbarkeit bewerten. Insofern ist es sehr sinnvoll, dass Sie die Inhalte des Exposés mit Ihrer betreuenden Hochschullehrerin / Ihrem betreuenden Hochschullehrer besprechen.

5. Ggf. Vorbereitung auf mündliches Auswahlverfahren
Nach einer schriftlichen Vorauswahl folgt häufig ein mündliches Auswahlverfahren. Je nach Stiftung kann die Form dieses Bewerbungsteils von einem einzelnen Auswahlgespräch bis hin zu einem Assessment Center mit Gruppendiskussion und Einzelvortrag reichen.