Emotion

Fotowettbewerb "Hut ab!"

Liebe Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler,

haben Sie fertig promoviert und viele Erinnerungsfotos inklusive Doktorhut in der Tasche? Haben Sie fleißig an Doktorhüten für Freunde oder Kollegen gebastelt und das Ganze mit der Kamera eingefangen?

Wir wollen an dieser einzigartigen Tradition teilhaben und beim Sommerfest der Graduierten-Akademie am 23.05.2017 die schönsten Fotos zum Thema "Hut ab!" in einer Ausstellung präsentieren. Das Publikum wird live vor Ort den schönsten Doktorhut per Abstimmung wählen und zum Preisträger des Sommerfests küren.

Schicken Sie uns Ihre besten Fotos von selbstgebastelten Doktorhüten und gewinnen Sie 50, 40 oder 30 €!

Wie kann ich teilnehmen?

Schicken Sie uns ein Bild von Ihrem Doktorhut und einen kurzen Beschreibungstext an die folgende E-Mail-Adresse: . Einsendeschluss ist der 21. April. Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Anne Dünger.

Welche Bilder kann ich senden?

Digitale Nachbearbeitungen sind erlaubt. Auflösung: mind. 1.024 x 768 Pixel, 300 dpi. Einsendung digital per Email bis max. Größe von 10 MB.

Rechtlicher Hinweis

Mit Einsendung der von Ihnen aufgenommenen Fotos erklären Sie sich bereit, der Friedrich-Schiller-Universität Jena an den Fotos das nicht-ausschließliche, kostenlose Nutzungs- und Verwertungsrecht einzuräumen. Dieses Recht umfasst, dass entsprechende Fotos für Veröffentlichung auf Postern, Flyern, in Broschüren, der Homepage der Graduierten-Akademie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und auf weiterem Informationsmaterial der GA verwendet werden dürfen. Auf die Urheberschaft wird nicht hingewiesen. Sie behalten ein nicht-ausschließliches Nutzungsrecht an den von Ihnen eingereichten Fotos.


Rückblick: Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs "Hut ab!" 2017

1. Platz

1.-Platz-Steffi-Forman_kl

Hut von: Steffi Forman

Eingereicht von: Elke-Martina Jung

Dissertationstitel: Cell signaling in pheromone response and fungal development in Schizophyllum commune

Beschreibung:

Steffi trägt nun Doktorhut,
Was lange währte wurde gut.
Nun sollen Sie hier noch kurz sehen,
Wofür die ganzen Dinge stehen
Die hier und da den Hut verzieren,
Den wir Kollegen ihr kreieren.

"Pilze" war die Themenwahl,
Man findet sie in großer Zahl
Als Hyphen-Netzwerk oben auf
Und mit Kristallen auch noch drauf.
Die bilden sich an Wurzelspitzen,
Wenn eng sie beieinander sitzen.

Die Arbeit Steffis mit dem Baum:
Auf großem und auf kleinem Raum
Picea, Sorte abies
Sie wuchsen manchmal richtig mies
In schlechtem Boden ohne Pilz.
Erst diese bilden einen Filz.
Erbsenstreuling, klein und rund
Mit Schwermetallen nicht gesund
Mykorrhiza mit dabei,
Das war das Thema Nummer zwei.
Danach zu suchen war ihr Ziel,
Sie fand auch andrer Dinge viel.
Zur Arbeit kam sie mit dem Rad
Für die Natur ´ne gute Tat
Die liebt sie in großem Maß
Weshalb man das auch nicht vergaß.
Symbole dafür gibt's zu Hauf
So kleben Federn, Blumen drauf.
Der Kinder kamen dazu zwei
Den Wagen haben sie dabei.
Märchenbücher, Rinde, Gips,
Saale, Frosch (ein kleiner Witz),
Findet man auf diesem Hut.
Er gefiel uns allen gut.
Mehr versteht, wer Steffi kennt:
Die Story, die ist hier zu End!


2. Platz

2.-Platz-Reinhard-Geiss_kl

Hut von: Reinhard Geis

Titel der Dissertation: Mikro- und nanostrukturiertes Lithiumniobat für die integrierte nichtlineare Optik

Beschreibung:
Mein Doktorhut ist der Motörhat und thematisch um meine Begeisterung zu Heavy Metal aufgebaut. Ein mit kleinen Flaschen markierter Weg führt auf der Hutoberseite über meine persönliche "Map of Metal" entlang verschiedener Stationen meiner Arbeit. Kleine rote Flaschen markieren diese Stationen. Sie sind mit Metal-Genres beschriftet und erlauben durch Antippen die Wiedergabe eines entsprechenden Titels. Dem Motto des Motörhat wird dabei außerordentlich lautstark entsprochen: "louder than every hat else" verbaut wurden 8 Lautsprecher mit 8 Endstufen und einer Leistung von 8 Watt.

Während meiner Arbeit beschäftigte ich mich mit Methoden zur Erzeugung mikroskopisch kleiner, mikrometergroßer optischer Strukturen, die Licht leiten und in seinen Eigenschaften beeinflussen. Ein Werkzeug dabei war der Beschuss mit Ionen. Mit dem Teilchenbeschleunigerblasrohr ROMEO musste ich aus größerer Entfernung eine Probe treffen, während rhythmisch reibend "Accelerator Grindcore" spielte. Die bestrahlte Probe ätzte ich dann in gefährlicher Flusssäure, dazu hörten wir lebensbejahende Musik: "Slow and Painful Death Metal". Winzige strukturierte Bereiche wurden anschließend mit einer buntleuchtenden Nadel bewegt. Das erfordert Geduld, Geschick und den dröhnenden Bass von "Nansocopic Stoner Rock". Die abschließende Bearbeitung erfolgte mit einer funktionsfähigen Mikrobohrmaschine direkt auf dem Motörhat. Peitschende Klänge von "Adiabatic Academic Metal" ließen dabei keine Melodie vermissen. International gut vernetzt, begab ich mich unter dem stampfendem Getöse des "New Wave of Small People's Heavy Metal" schließlich zum Kooperationspartner nach Taiwan. Auch meine Freizeitaktivitäten waren Thema. Kreissägengleich kreischend untermalt von "Furniture Doom" habe ich einen Schreibtisch auf dem Motörhat zusammengebaut. Erholung fand ich danach draußen mit Kanu und Lagerfeuer begleitet vom staccatohaften Röhren des "Canadian Outdoor Death Metal" und einem Notvorrat Trockenfisch. Ein Stück davon überdauerte die letzten acht Jahre im Büro und befindet sich nun geruchsdicht vergossen an der Hutkordel.


3. Platz

3.-Platz-Henry-Holland-Moritz_kl

Hut von: Henry Holland-Moritz

Eingereicht von: Martin Gnauck

Dissertation: Ion-nanostructure interaction - Comparing simulation and experiment towards surface structuring using nanoparticles

Beschreibung:

Meine großartigen Kollegen vom Institut für Festkörperphysik haben diesen phänomenalen Hut gezaubert. Während meiner Promotion habe ich mich damit beschäftigt, wie sich Gold-Nanopartikel unter Ionenbeschuss verhalten. Dabei ging es darum experimentell herauszufinden, wie viele Atome bei einem Ioneneinschlag den Partikel verlassen. Das Ganze funktioniert in etwa wie das Abtragen der Schutzbarrieren bei Space Invaders, das man am kleinen Nintendo auf dem Hut direkt ausprobieren kann. Meine typische Handbewegung als Reaktion auf Fragen und beim Erklären wird durch die kleine Puppe, die mir zum verwechseln ähnlich sieht, absolut realitätsnah nachgestellt. Apropos Erklären: der Hut zeigt außerdem meine "Toolbox full of Teaching", da ich mich neben der Promotion didaktisch weiterbildete und viel Spaß an der Lehre habe.

Waldorf von den Muppets zeigt mit dem Stift im Mund die Denkerpose, mit welcher die mit der Doktorwürde ausgezeichneten wissenschaftlichen Glanzleistungen vollbracht wurden. Der zugehörige Statler war mein liebster Kollege, mit welchem ich das Geschehen am Institut jederzeit humoristisch kommentierte.