Symposium "Fundiert Forschen"
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Symposium "Fundiert Forschen. Wissenschaftliche Bildung für Promovierende und Postdocs"

Zeitraum: 04.12.2014 18:00 - 05.12.2014 17:00 Uhr

Thema

Das wesentliche Ziel der Promotions- und Postdoc-Phase ist die Qualifizierung in der Wissenschaft, die man durch die eigene Forschung erwirbt. Gute, d.h. fundierte und innovative Wissenschaft verlangt jedoch den Blick über die tägliche Forschungsarbeit hinaus: Promovierende und Postdocs müssen die Fähigkeit erlangen, die methodologischen Grundlagen ihrer Forschung und ihre Methodenwahl kritisch zu reflektieren. Außerdem ist der Blick über die Grenzen der eigenen Disziplin und das Verständnis für andere Fächerkulturen notwendig, um die Zusammenarbeit in der Universität fruchtbar zu gestalten.

Wie ist es beim wissenschaftlichen Nachwuchs mit diesem reflexiven und interdisziplinären Horizont bestellt? Welche Ziele sind für die wissenschaftliche Bildung von Promovierenden und Postdocs vorrangig, und welche Wege führen dorthin?

Diese grundlegenden Fragen werden auf dem Symposium in zweifacher Weise konkretisiert: Zum einen wird mit Hilfe von Beispielen aus der Wissenschaftsphilosophie und -soziologie gezeigt, welche Inhalte für wissenschaftliche Bildung relevant sein können. Zum anderen wird anhand von bestehenden Projekten diskutiert, wie Angebote für Nachwuchswissenschaftler so gestaltet werden können, dass sie die Reflexion auf Grundfragen der Wissenschaft und das Gespräch zwischen den Wissenschaftskulturen anregen. Dazu sind alle eingeladen, die an der Qualifizierung von Promovierenden und Postdocs beteiligt sind und diese weiterentwickeln möchten.

Ein Tagungsband ist in Planung und soll Ende 2015 erscheinen.


Programm

Donnerstag, 04.12.2014

Öffentlicher Vortrag
18.15 - 19.45 Uhr Begrüßung

Grußworte

Walter Rosenthal, Präsident der Universität Jena
Wolfgang Rohe, Geschäftsführer der Stiftung Mercator
  Vortrag
  Eindringlichkeit und Distanz. Anmerkungen zur ­Bildung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen ­Forschungsgemeinschaft
19.45 Uhr
Empfang

Freitag, 05.12.2014

Modelle wissenschaftlicher Bildung
09.00 - 10.20 Uhr Wissenschaftsintegration, -reflexion und ­-kommunikation. Drei übergreifende Ziele der ­Graduiertenausbildung
Rainer Hegselmann, Universität Bayreuth

Pädagogische Grundlegung und Praxis-Beispiel:­
­Angewandte Wissenschaftstheorie im ­inter­disziplinären Kontext
Hanna Kauhaus, Universität Jena
10.20 - 10.45 Uhr Kaffeepause

Bausteine wissenschaftlicher Bildung:
Wissenschaftsphilosophie und -soziologie

10.45 - 12.15 Uhr Wozu Wissenschaftsphilosophie?
Philosophische Wissenschaftsreflexion und ­ihr ­Beitrag zur wissenschaftlichen Bildung
Torsten Wilholt, Universität Hannover

Menschlich, allzu menschlich: Wissenschaftssoziologische Reflexionen auf Wissenschaft zwischen Beruf(ung) und Betrieb
Sabine Maasen, TU München
12.15 - 13.30 Uhr Mittagessen

Interdisziplinäre Kompetenz
als ein ­Ergebnis wissenschaftlicher Bildung

13.30 - 14.45 Uhr Interdisziplinarität und wissenschaftliche Bildung
Rudolf Stichweh, Universität Bonn

Über das eigene Fach nachdenken und die ­Verständigung zwischen Fachkulturen fördern: ­­
Das Heureka-Projekt der Jungen Akademie
Eva-Maria Engelen, Universität Konstanz
14.45 - 15.15 Uhr Kaffeepause
Zusammenführung
15.15 - 16.50 Uhr Podiumsdiskussion
Wissenschaftliche Bildung als zentrale Aufgabe der Graduiertenförderung?

Luciënne Blessing, Universität Luxemburg
Rainer Hegselmann, Universität Bayreuth
Franziska Meichsner, Rat der Doktorandinnen und Doktoranden an der Universität Jena
Wolfgang Rohe, Stiftung Mercator
Rudolf Stichweh, Universität Bonn
Moderation: Matthias Schwarzkopf, Moderator und Coach, Jena
16.50 - 17.00 Uhr Schlusswort


Mitwirkende

Name
Einrichtung
Prof. Dr.-Ing. Luciënne Blessing University of Luxembourg und Steering Committee des European University Association's Council of Doctoral Education (EUA-CDE)
Prof. Dr. Eva-Maria Engelen Universität Konstanz
Prof. Dr. Rainer Hegselmann Universität Bayreuth
Dr. Hanna Kauhaus Friedrich-Schiller-Universität Jena
Franziska Meichsner Rat der Doktorandinnen und Doktoranden der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Prof. Dr. Sabine Maasen Technische Universität München
Dr. Wolfgang Rohe Stiftung Mercator
Prof. Dr. Walter Rosenthal
Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Dr. Matthias Schwarzkopf Moderator und Coach, Jena
Prof. Dr. Rudolf Stichweh Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Prof. Dr. Peter Strohschneider Deutsche Forschungsgemeinschaft
Prof. Dr. Torsten Wilholt Leibniz Universität Hannover


Impressionen