Landesgraduiertenstipendium

Die Friedrich-Schiller-Universität vergibt jährlich Promotionsstipendien, die aus Mitteln des Freistaates Thüringen finanziert werden. Die Laufzeit beträgt 3 Jahre. Verlängerungen aufgrund der Betreuung von Kindern, Angehörigen sowie eigene schwerwiegende Erkrankung und Behinderung sind möglich. Die Höhe des Stipendiums beträgt monatlich 1.400 €. (plus ggf. Familienzuschläge).

Die Landesgraduiertenstipendien werden einmal jährlich im Herbst ausgeschrieben. Die Laufzeit des Stipendiums beginnt Anfang des folgenden Jahres. Die Anzahl der Stipendien variiert jährlich - in den letzten Jahren wurden pro Jahr etwa 10-12 Stipendien vergeben.

Hier finden Sie die aktuelle Ausschreibung. Bewerbungsschluss ist der 25. September 2019. Frühestmöglicher Beginn der Stipendienzahlung ist der 1. Januar 2020. Weitere Informationen und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Vergabe finden Sie in der Thüringer Landesgraduiertenförderungsverordnung.

Wie kann ich mich bewerben?

Die Bewerbung erfolgt online, Bewerbungsschluss ist der 25. September 2019. Dem Online-Antrag sind folgende Dokumente beizufügen (Datei-Upload auf der Bewerbungsseite):

  1. tabellarischer Lebenslauf (mit Lichtbild),
  2. ein Exposé des Dissertationsvorhabens mit Ausführungen zur Fragestellung, deren Herleitung und Begründung, zum Stand der Forschung, zur methodischen Umsetzung, zum geplanten zeitlichen Ablauf mit Anführung einschlägiger Literatur (5-10 Seiten ohne Literaturverzeichnis, Arial 11pt, 1,5-zeilig),
  3. ein Resümee der schriftlichen Examensarbeit (soweit eine solche angefertigt wurde) auf zwei bis drei Seiten
  4. eine Kopie des Hochschulabschlusszeugnisses

Weitere Bestandteile der Bewerbung:

Links & Downloads

Wie erfolgt die Auswahl?

Die Begutachtung erfolgt zweistufig. Zunächst werden die Anträge durch die jeweiligen Fakultäten bewertet. Dafür werden je nach Fakultät Kommissionen eingesetzt, unabhängige Gutachten eingeholt oder Anhörungen durchgeführt. Die Vergabe selbst erfolgt danach durch die Vergabekommission des Senats. Sie setzt sich aus den nichtstudentischen Mitgliedern des Forschungsausschusses sowie der Gleichstellungsbeauftragten zusammen. Den Vorsitz hat der Vizepräsident für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung.

Häufig gestellte Fragen

Wieviele Stipendien werden vergeben?
Die Anzahl der Stipendien variiert jährlich. Pro Fakultät können 1-2 Stipendien vergeben werden. In den letzten Jahren wurden pro Jahr insgesamt etwa 10-12 Stipendien vergeben.

Wie hoch sind meine Chancen?
Die Anzahl der Bewerbungen variiert von Fakultät zu Fakultät. Erfahrungsgemäß gibt es in den Geistes- und Sozialwissenschaften zumeist höhere Bewerbungszahlen als in den Naturwissenschaften. Jedoch garantiert auch eine geringe Anzahl an Bewerbungen nicht den Erhalt eines Stipendiums - ausschlaggebend ist die Qualität der einzelnen Bewerbungen.

Was sind die Bewertungskriterien?
Die drei wesentlichen Kriterien für die Vergabe der Stipendien sind: Sehr gute Noten im Studium, eine kurze Studiendauer und eine hohe Qualität des Exposés.

Ich habe länger als die Regelstudienzeit studiert. Ist das ein Problem?
Ein zügig durchgeführtes Hochschulstudium ist eine Voraussetzung für den Erhalt eines Landesgraduierten-Stipendiums. Falls Sie jedoch länger studiert haben, wäre es wichtig, dass aus ihrem Antrag, ihrem Lebenslauf oder einer zusätzlichen Erläuterung die Gründe deutlich werden.

Ich habe mich schon einmal beworben. Kann ich mich noch einmal bewerben?
Eine erneute Bewerbung ist möglich. Allerdings sollte die neue Bewerbung, insbesondere das Exposé, eine Weiterentwicklung des Dissertationsvorhabens erkennen lassen.

Wer entscheidet über die Vergabe?
Die Begutachtung erfolgt zweistufig. Zunächst werden die Anträge durch die jeweiligen Fakultäten bewertet. Dafür werden je nach Fakultät Kommissionen eingesetzt, unabhängige Gutachten eingeholt oder Anhörungen durchgeführt. Weitergehende Informationen erhalten Sie im Dekanat Ihrer Fakultät.
Die Vergabe selbst erfolgt danach durch die Vergabekommission des Senats. Sie setzt sich aus den nichtstudentischen Mitgliedern des Forschungsausschusses sowie der Gleichstellungsbeauftragten zusammen. Den Vorsitz hat der Vizepräsident für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung.

Wer kann ein Betreuer sein?
Betreuen dürfen die an der FSU Jena berufenen oder habilitierten Mitglieder der Fakultäten (Professoren und Professorinnen, Juniorprofessoren und Juniorprofessorinnen sowie Privatdozenten und Privatdozentinnen) sowie Leiterinnen und Leiter von Nachwuchsgruppen (z.B. Emmy-Noether-Gruppen). Ein Doktortitel reicht zur Betreuung einer Promotion nicht aus.

Was ist ein Referenzschreiben? Wer darf es ausstellen?
Im Referenzschreiben stehen ihre Person und ihre wissenschaftliche Qualifikation im Vordergrund -weniger ihr geplantes Dissertationsprojekt. Die Hochschullehrerin oder der Hochschullehrer sollte sie also persönlich kennen und ihre bisherigen wissenschaftlichen Leistungen einschätzen können. Das Schreiben kann von einer Hochschullehrerin oder einem Hochschullehrer der Friedrich-Schiller-Universität Jena oder einer anderen Hochschule ausgestellt werden.

Ich habe noch kein Abschlusszeugnis, kann ich mich trotzdem bewerben?
Ja, bis zur Entscheidung über die Vergabe muss die Abschlussnote jedoch vorliegen. Bitte reichen Sie stattdessen eine Leistungsübersicht und eine Stellungnahme des Gutachters über die Annahme und Note der Abschlussarbeit ein.

Welchen Inhalt sollte das Exposé haben?
Das Exposé sollte Folgendes enthalten: Ausführungen zur Fragestellung, deren Herleitung und Begründung, zum Stand der Forschung, zur methodischen Umsetzung, zum geplanten zeitlichen Ablauf mit Anführung einschlägiger Literatur.

Welche Form sollte das Exposé haben?
Das Exposé sollte (ohne Literaturverzeichnis) 5-10 Seiten lang sein. Es sollte in der Schriftart Arial mit der Schriftgröße 11 verfasst sein und einen Zeilenabstand von 1,5 Zeilen haben.

In meinem Studium gibt es keine Abschlussarbeit, was soll ich stattdessen einreichen?
Wenn es in Ihrem Studium keine Abschlussarbeit gibt, dann können Sie auch das Resümee einer Hausarbeit einreichen.

Wann erfahre ich, ob ich das Stipendium erhalte?
Sie werden Anfang Dezember von uns schriftlich benachrichtigt. Bitte sehen Sie von vorherigen Nachfragen ab.

Wann startet die finanzielle Förderung?
Die erste Stipendienzahlung erfolgt im Januar.

Gibt es eine Förderung für Familien?
Ja. Die Geförderten erhalten monatlich einen Familienzuschlag in Höhe von 300 Euro für ein unterhaltspflichtiges Kind und 150 Euro für jedes weitere unterhaltspflichtige Kind.

Information für Stipendiatinnen und Stipendiaten

Förderung von Auslandsaufenthalten
Nach dem Landesgraduiertenfördergesetz fördert der DAAD Auslandsaufenthalte von Stipendiatinnen und Stipendiaten mit einer Dauer von 1 bis 12 Monaten, die zur Durchführung eines Arbeitsvorhabens genutzt werden. Die Förderung ist möglich in Form einer Aufstockung Ihres Stipendiums, eines einmaligen Reisekostenzuschusses, einer Pauschale für Forschungs- und Kongresskosten und ggf. anfallenden Studiengebühren. Die Anträge müssen spätestens 8 Wochen vor Beginn des Auslandsaufenthaltes eingereicht werden.
Hinweise zur Förderung von Auslandsaufenthalten

Jährlicher Zwischenbericht
Das Thüringer Landesgraduiertenstipendium wird jeweils für die Dauer von einem Jahr bewilligt. Vor der Entscheidung über eine Weiterbewilligung des Stipendiums muss der Stipendiat einen Bericht vorlegen. Dieser Bericht muss den inhaltlichen und zeitlichen Verlauf der bisherigen Arbeit verdeutlichen und einen Arbeits- und Zeitplan für den Abschluss des Vorhabens enthalten. Zu diesem Bericht muss der Betreuer des Vorhabens eine Stellungnahme abgeben.
Hinweise zur Gestaltung des Berichts und Musterbericht

Abschlussbericht
Am Ende der Förderung ist ein Abschlussbericht vorzulegen und eine Stellungnahme der Betreuerin bzw. des Betreuers. Letztere entfällt, wenn die Dissertation innerhalb der Förderzeit eingereicht wurde.
Hinweise zur Gestaltung des Abschlussberichts und Musterbericht

Aktuelles