Promovieren an der FSU Jena

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde im Jahre 1558 gegründete. Sie ist die einzige Thüringer Universität mit einem breiten Fächerprofil von den Natur- und Lebenswissenschaften sowie der Medizin über die Mathematik und Informatik bis hin zu den Sozial-, Verhaltens- und Geisteswissenschaften. Berühmte Gelehrte und Wissenschaftler wie Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottlieb Fichte, Georg Wilhelm Hegel, Ernst Haeckel, Ernst Abbe und Carl Zeiss wirkten hier. Viele Gedenktafeln in der Stadt erinnern an ihre Wohn- und Wirkungsstätten.

Heute versteht sich die Friedrich-Schiller-Universität als europäische Forschungsuniversität mit einer hohen Kultur der Inter- und Transdisziplinarität, gelegen in einer sich dynamisch entwickelnden, innovationsintensiven und wirtschaftlich erfolgreichen High-Tech-Region. Die Kooperation der Universität mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena, der regionalen Wirtschaft sowie hochrangigen Kulturinstitutionen ist hervorragend und umspannt einen breiten Rahmen aktueller Forschungsthemen.

Die Forschungsstrategie der Universität ist durch eine Ausgewogenheit zwischen starken fakultätsübergreifenden Forschungsverbünden und exzellenter Einzelforschung bestimmt. Die Forschungsschwerpunkte sind in den drei Profillinien "Light - Life - Liberty" organisiert und spiegeln stets auch die Verbindung von Tradition und Zukunftsorientierung.

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Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nimmt an der Universität Jena eine zentrale Rolle ein. Das zeigt sich nicht nur daran, dass in den vergangenen Jahren ein "Vizepräsident für wissenschaftlichen Nachwuchs" etabliert wurde, sondern auch an der Verankerung der Graduierten-Akademie in der Grundordnung der Universität. Die Graduierten-Akademie dient dabei als zentrale Anlaufstelle für Doktorandinnen und Doktoranden, Postdoktorandinnen und Postdoktoranden sowie Betreuerinnen und Betreuer. Sie kümmert sich auch um verbindliche Qualitätsstandards für die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Dabei liegt die besondere Herausforderung darin, Freiräume für und Exzellenz in der Forschung mit einem sinnvollen Maß an Strukturierung und verlässlicher Einbindung in die wissenschaftliche Gemeinschaft zu vereinen. So wird auch die Vielfalt von Promotionswegen und Promotionskulturen an der FSU Jena unterstützt.

Derzeit promovieren in Jena 3261 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler (Stand: 31.05.2018). Außerdem forschen an der FSU Jena ca. 750 Postdocs.

Strukturierte Promotion

An der Friedrich-Schiller-Universität Jena gibt es viele Graduiertenschulen, Graduiertenkollegs und Promotionsprogramme, in denen strukturiert promoviert werden kann. In diesen Einrichtungen forschen Promovierende thematisch fokussiert um ein gemeinsames Oberthema, werden in Teams betreut und erhalten Angebote zur fachlichen Weiterqualifizierung.

Eine Übersicht aller Graduiertenschulen, Graduiertenkollegs und Promotionsprogramme finden Sie hier.

Kooperative Promotion

Was ist eine Kooperative Promotion?

Bei einer kooperativen Promotion erfolgt eine gleichberechtigte Betreuung der Promotion durch eine Betreuerin oder einen Betreuer an einer Fachhochschule bzw. Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) und eine Betreuerin oder einen Betreuer an einer Universität. Der Arbeitsplatz der Doktorandinnen und Doktoranden ist oftmals an der Fachhochschule bzw. der HAW angesiedelt. Der Abschluss wird von der kooperierenden Universität verliehen, da Fachhochschulen bzw. HAW in der Regel kein Promotionsrecht haben. Die Betreuerin oder der Betreuer an der Fachhochschule bzw. HAW ist üblicherweise auch als Gutachterin oder Gutachter am Promotionsverfahren beteiligt.

Kooperative Promotion an der FSU Jena

Die Zugangsvoraussetzungen für eine Promotion regelt die Promotionsordnung der jeweiligen Fakultät. Für Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen mit einem Masterabschluss gelten die gleichen Zulassungsvoraussetzungen zur Promotion wie für Universitätsabsolventinnen- und Absolventen mit einem Masterabschluss: Der Abschluss muss in der Regel in dem Fachgebiet der Promotion erworben sein und mindestens das Prädikat "gut" haben.

Für eine Kooperative Promotion müssen Sie zunächst jeweils einen Betreuer oder eine Betreuerin an der Fachhochschule bzw. HAW und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena finden. Mit beiden Betreuer/innen wird eine gemeinsame Betreuungsvereinbarung geschlossen. Die Kooperation mit der Fachhochschule bzw. HAW wird in die Betreuungsvereinbarung aufgenommen.

Nach Abschluss der Betreuungsvereinbarung beantragen Sie die Annahme als Doktorand/in an der Fakultät Ihrer FSU-Betreuerin bzw. Ihres FSU-Betreuers.

Institutionalisierte Partnerschaften

Voraussetzung für eine kooperative Promotion an der FSU Jena ist in der Regel der Abschluss einer Vereinbarung zwischen der FSU und der betreffenden Fachhochschule bzw. HAW über die Durchführung kooperativer Promotionen. Solche Kooperationsvereinbarungen bestehen bereits mit folgenden Hochschulen:

Die Thüringer Universitäten und Fachhochschulen bzw. HAW haben sich im "Thüringer Netzwerk für Kooperative Promotionen" zusammengeschlossen, um bestehende Hürden für Fachhochschul-Absolventinnen bzw. -Absolventen auf dem Weg zur Promotion zu beseitigen und die gleichberechtigte Teilhabe von Professorinnen und Professoren der Fachhochschulen bzw. HAWs an Kooperativen Promotionsverfahren zu gewährleisten.

Kontakt
Wenn Sie Fragen zur kooperativen Promotion oder zu Promotionsmöglichkeiten für Fachhochschul-Absolventinnen- und Absolventen haben, können Sie sich gern an die Anlaufstelle für Promovierende und Postdocs wenden.

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