Promotionsstipendien

Es gibt viele verschiedene Stiftungen, die Stipendien an Promovierende vergeben. Das Bewerbungsprocedere der einzelnen Stiftungen bzw. Förderprogramme variiert dabei stark. Allgemeine Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

Die meisten Stipendien werden von den 13 Begabtenförderungswerken vergeben. Das Land Thüringen finanziert Landesgraduiertenstipendien für Promovierende an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Vergabe dieser Stipendien wird durch die Graduierten-Akademie organisiert.

Neben diesen fachunabhängigen Stipendien gibt es außerdem noch zahlreiche fachspezifische Stipendien. Viele dieser Stipendien werden öffentlich ausgeschrieben. Einige aktuelle Ausschreibungen finden Sie hier. Für eine Suche nach fachspezifischen Stipendien empfehlen wir zudem für deutsche Promovierende die Datenbank mystipendium oder für internationale Promovierende die Datenbank euraxess. Weitere Datenbanken zur Suche finden Sie hier.

Allgemeines zur Stipendienbewerbung

Die Anforderungen an die Stipendienbewerbung sind je nach Förderer sehr verschieden. Gemeinsamkeiten betreffen zum einen den Ablauf des Bewerbungsprozesses, zum anderen die benötigten Unterlagen wie beispielsweise das Exposé. Die Bewerbung von internationalen Promovierenden unterscheidet sich hinsichtlich der Anforderungsprofile.

Die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum Stipendium

Die Entwicklung Ihrer individuellen Finanzierungsstrategie umfasst mehrere Schritte. Zu Beginn sollten Sie zunächst eine ausführliche Recherche zu Stipendiengebern durchführen. Nach dem Klären Ihrer individuellen Chancen treffen Sie Ihre persönliche Auswahl. Nun beginnt der eigentliche Bewerbungsprozess: Bei der Stipendienbewerbung ist in der Regel ein mehrstufiges Auswahlverfahren zu durchlaufen. Zuerst sind die Bewerbungsunterlagen zu erstellen. Bei erfolgreichem Durchlaufen der schriftlichen Vorauswahl folgt häufig ein mündliches Auswahlverfahren.

1. Recherche zu Stipendiengebern
Es gibt einige Stipendien-Datenbanken, mit denen Sie gezielt nach Stipendiengebern für Ihr individuelles Promotionsvorhaben suchen können. Sie filtern die Stipendien nach Ihren Bewerbungsvoraussetzungen.

2. Klärung der Chancen
Schauen Sie die Vorauswahl an möglichen Stipendiengebern sorgfältig durch und lesen Sie bei interessanten Stiftungen die genauen Fördervoraussetzungen nach. In der Graduierten-Akademie erhalten Sie Auskünfte zu den Landesgraduiertenstipendien. Zudem können Sie die Vertrauensdozenten der Friedrich-Schiller-Universität zum Profil der 13 Begabtenförderungswerke beraten. Anstatt Bewerbungen wahllos an bekannteste Stiftungen zu verschicken, sollten Sie Bewerbungen nach der Übereinstimmung des Stiftungsprofils mit Ihrem persönlichen Profil priorisieren.

3. Treffen einer individuellen Auswahl
Holen Sie sich fachliches Feedback zu Ihrer individuellen Auswahl (z.B. zu Ihren "Top 5") ein. Unterstützung an der Friedrich-Schiller-Universität finden Sie bei Ihrer betreuenden Hochschullehrerin / Ihrem betreuenden Hochschullehrer und ggf. bei den Koordinatoren der strukturierten Promotionsprogramme.

4. Erstellung der Bewerbungsunterlagen
Jede Stiftung hat ihre eigenen Anforderungen. In der Regel werden neben Anschreiben, Lebenslauf und Hochschulzeugnis ein Exposé und zwei Empfehlungsschreiben von Hochschullehrern erwartet. Entscheidungsträger im Auswahlverfahren wollen zum einen herausfinden, ob Sie die persönlichen Eigenschaften zum Promovieren mitbringen - sprich: ob Sie den langen Atem und das Durchhaltevermögen für die Anfertigung einer Dissertation mitbringen. Zum anderen wird das zu fördernde Dissertationsprojekt begutachtet, das sie in Ihrem Exposé beschreiben. Gelesen wird das Exposé von etablierten Wissenschaftlern aus Ihrem Forschungsgebiet, die sowohl den forschungsrelevanten Gehalt des Projekts als auch dessen Machbarkeit bewerten. Insofern ist es sehr sinnvoll, dass Sie die Inhalte des Exposés mit Ihrer betreuenden Hochschullehrerin / Ihrem betreuenden Hochschullehrer besprechen.

5. Ggf. Vorbereitung auf mündliches Auswahlverfahren
Nach einer schriftlichen Vorauswahl folgt häufig ein mündliches Auswahlverfahren. Je nach Stiftung kann die Form dieses Bewerbungsteils von einem einzelnen Auswahlgespräch bis hin zu einem Assessment Center mit Gruppendiskussion und Einzelvortrag reichen.

Häufige Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen, die im Zusammenhang mit dem Bewerbungsprozess für ein Stipendium aufkommen können:

Was bedeutet "Motivationsschreiben"?

Das Motivationsschreiben ist ein wichtiger Bestandteil von jeder Bewerbung. Bei der Bewerbung um ein Promotionsstipendium versuchen die Entscheidungsträger herauszufinden, wer die nötige Begeisterung mitbringt, um die mehrjährige Promotionszeit erfolgreich zu durchlaufen. Darüber hinaus wird geprüft, ob der Bewerber die richtige Person für das zu vergebene Stipendium ist. Sprich: Passt Ihr persönliches Profil zu dem Förderprofil der Stiftung?

Legen Sie in Ihrem Motivationsschreiben daher genau dar,

  • warum Sie eine Promotion anstreben
  • welche Stärken Sie mitbringen
  • und warum das von Ihnen angestrebte Stipendium das richtige für Sie ist.

Was ist ein Exposé / Forschungsexposé?

Ein Exposé der Dissertation (auch: Forschungsexposé) ist eine zusammenfassende Beschreibung des Promotionsvorhabens. Der Umfang beträgt meistens zwischen 5-12 Seiten. In dem Exposé definieren Sie die leitende Fragestellung und Zielsetzung Ihres Dissertationsvorhabens. Sie beschreiben den Stand der Forschung, fassen bisherige Ergebnisse zusammen und erläutern das geplante methodische Vorgehen. Manche Stiftungen und fördernde Institutionen fordern außerdem Angaben zum geplanten zeitlichen Ablauf.

Das Exposé ist ein wichtiger Bestandteil der Stipendienbewerbung. Es wird von etablierten Wissenschaftlern aus Ihrem Forschungsgebiet gelesen, die sowohl den forschungsrelevanten Gehalt des Projekts als auch dessen Machbarkeit bewerten. Insofern sollten Sie sorgfältig und präzise bei der Ausarbeitung des Exposés vorgehen. Besprechen Sie die Inhalte des Exposés am besten mit Ihrer betreuenden Hochschullehrerin / Ihrem betreuenden Hochschullehrer, und achten Sie auf die Einhaltung der Regeln zum wissenschaftlichen Arbeiten.

Wie verbindlich ist der geforderte "Arbeits- und Zeitplan"?

Der Arbeits- und Zeitplan stellt die vorgesehenen Arbeitsschritte vom heutigen Stand der Dissertation bis zur Fertigstellung in einer tabellarischen Übersicht dar. Aus dem Plan sollte ersichtlich sein, dass sich Ihr Promotionsvorhaben in einem begrenzten Zeitraum von zwei bis drei Jahren fertigstellen lässt. Die einzelnen Arbeitsschritte können sich dabei inhaltlich an der Grobgliederung Ihrer Dissertation orientieren. Es liegt in der Natur der Forschungstätigkeit, dass sich Änderungen bei der Bearbeitung des Dissertationsthemas ergeben können. Entscheidend ist, dass der Arbeits- und Zeitplan von den Gutachtern als realistisch und schlüssig beurteilt wird.

Wie erhalte ich ein Empfehlungsschreiben von einem Hochschullehrer?

Die meisten Stipendiengeber fordern Empfehlungsschreiben von einem oder zwei Hochschullehrern. Das erste Gutachten sollte von der zukünftigen Betreuerin bzw. dem zukünftigen Betreuer angefertigt werden. Für das zweite Referenzschreiben können Sie sich an eine Hochschullehrerin bzw. einen Hochschullehrer Ihrer Wahl wenden.

Viele Professorinnen und Professoren sind gerne bereit, ein Empfehlungsschreiben für ihre Promovierenden zu erstellen. Einige wünschen sich dabei Ihre Unterstützung. Am besten fragen Sie nach, ob Sie sie in ihrer bzw. seiner Arbeit unterstützen können, sei es durch Mitbringen von Lebenslauf und Zeugnissen oder durch Zuarbeit von inhaltlichen Anhaltspunkten.

Eine Einsicht in das fertige Gutachten ist in den meisten Fällen nicht möglich, da viele Stipendiengeber fordern, dass ihnen das Empfehlungsschreiben direkt und vertraulich zugesendet wird.

Wie finde ich einen Betreuer?

Zu Beginn Ihres Promotionsvorhabens müssen Sie sich zunächst einen geeigneten Doktorvater oder eine geeignete Doktormutter suchen. Es ist nicht möglich, sich bei der Universität zentral für eine Promotion zu bewerben.

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, einen Betreuer bzw. eine Betreuerin zu finden (siehe auch Wege zur Promotion):

  • eine Hochschullehrerin bzw. ein Hochschullehrer Ihres Fachbereichs bietet eine Promotionsstelle an (z.B. als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen einer Haushaltsstelle oder eines Drittmittelprojektes oder als Doktorand/in innerhalb eines strukturierten Promotionsprogramms): Sie bewerben sich auf die ausgeschriebene Promotionsstelle analog zu Bewerbungen auf andere Stellenausschreibungen. Bei einer Bewerbung auf eine Promotionsstelle im Rahmen eines strukturierten Promotionsprogramms beachten Sie bitte die Ausschreibungsmodalitäten des jeweiligen Programms.
  • Sie planen, sich selbst zu finanzieren (z.B. über ein Stipendium), und benötigen einen Betreuer bzw. eine Betreuerin für Ihre Doktorarbeit: Setzen Sie sich gezielt mit den zu Ihrem Promotionsthema passenden Professorinnen/Professoren, Privatdozentinnen/Privatdozenten und Leiterinnen/Leitern von Nachwuchsgruppen in Verbindung. Scheuen Sie sich nicht davor, nach einem persönlichen Termin zu fragen.

Was bedeutet "Bildungsinländer"? Was bedeutet "Bildungsausländer"?

Bei den Bewerbungsvoraussetzungen für ein Stipendium wird gelegentlich zwischen Bildungsinländern und Bildungsausländern unterschieden.

Sie gehören zur Gruppe der Bildungsinländer, wenn Sie ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland oder an einer deutschen Schule im Ausland erworben haben, und zwar unabhängig von Ihrer Staatsangehörigkeit. Haben Sie dagegen Ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland an einer nicht-deutschen Bildungseinrichtung erworben, gehören Sie zur Gruppe der Bildungsausländer.

Wann kann ich mich frühestens für ein Promotionsstipendium bewerben?

Die Regelungen variieren je nach Stipendiengeber. In der Regel benötigen Sie eine Kopie Ihres Hochschulabschlusszeugnisses, um sich für ein Promotionsstipendium bewerben zu können. Studienerfolg (Noten) und Studiendauer sind stets wichtige Kriterien der Vergabeentscheidung. Eine formale Zulassung zur Promotion ist zunächst meistens nicht erforderlich, sollte aber sofort nach Erhalt des Bewilligungsbescheides nachgeholt werden. Allerdings brauchen Sie schon einen Betreuer / eine Betreuerin, der / die Ihnen ein Empfehlungsschreiben schreibt und Sie bei der Anfertigung des Exposés berät.

Wie lange dauern die Bewerbungsprozesse?

Die Dauer des Bewerbungsprozesses hängt von mehreren Faktoren ab. Eine wichtige Rolle spielt der Bewerbungszeitpunkt: Einige Stipendiengeber geben feste Bewerbungstermine vor. Bei anderen Stipendiengebern ist eine Bewerbung jederzeit möglich. Daran an schließt sich der Begutachtungs- und Auswahlprozess. Gewöhnlich dauern die Auswahlprozesse drei bis sechs Monate.

Begabtenförderungswerke

Es gibt in Deutschland 13 Begabtenförderungswerke, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert werden, und die Stipendien für das Studium und die Promotion vergeben. Diese Begabtenförderungswerke stehen den verschiedenen deutschen Parteien, den Kirchen und den Sozialpartnern nahe. Sie unterscheiden sich in der Art der Auswahl ihrer Stipendiaten sowie in Art und Angebot der ideellen Förderung. Die Höhe der finanziellen Förderung ist allerdings bei allen Werken identisch, variiert jedoch nach den individuellen Voraussetzungen der Bewerberin bzw. des Bewerbers.

Einen vergleichenden Überblick über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der 13 Begabtenförderungswerke erhalten Sie unter http://www.stipendiumplus.de. Das Internetportal informiert unter anderem über Anforderungen und Leistungen der einzelnen Einrichtungen, über Vorgehensweisen bei der Bewerbung sowie über spezifische Angebote für einzelne Zielgruppen.

Jedes Begabtenförderungswerk hat Vertrauensdozenten an den verschiedenen deutschen Universitäten. Die Vertrauensdozenten an der Friedrich-Schiller-Universität Jena können Sie dieser Übersicht entnehmen. In der folgenden Liste finden Sie Links zur Promotionsförderung der 13 Begabtenförderungswerke in Deutschland.

Unabhängige Stiftung

Parteinahe Stiftungen

Von den Sozialpartnern getragene Stiftungen

Konfessionell geprägte Begabtenförderungswerke

Landesgraduiertenstipendium

Die Friedrich-Schiller-Universität vergibt jährlich Promotionsstipendien, die aus Mitteln des Freistaates Thüringen finanziert werden. Die Laufzeit beträgt bis zu zwei Jahre und kann auf maximal drei Jahre verlängert werden. Seit 2017 beträgt die Höhe des Stipendiums monatlich 1350,- EUR (plus ggf. Kinderzuschläge).

Die Landesgraduiertenstipendien werden einmal jährlich im Herbst ausgeschrieben. Die Laufzeit des Stipendiums beginnt Anfang des folgenden Jahres. Die Anzahl der Stipendien variiert jährlich - in den letzten Jahren wurden pro Jahr etwa 10-12 Stipendien vergeben.

Hier finden Sie die aktuelle Ausschreibung. Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2018. Frühestmöglicher Beginn der Stipendienzahlung ist der 1. Januar 2019. Weitere Informationen und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Vergabe finden Sie in der Thüringer Landesgraduiertenförderungsverordnung.

Wie kann ich mich bewerben?

Die Bewerbung erfolgt online, Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2018. Dem Online-Antrag sind folgende Dokumente beizufügen (Datei-Upload auf der Bewerbungsseite):

  1. tabellarischer Lebenslauf (mit Lichtbild),
  2. ein Exposé des Dissertationsvorhabens mit Ausführungen zur Fragestellung, deren Herleitung und Begründung, zum Stand der Forschung, zur methodischen Umsetzung, zum geplanten zeitlichen Ablauf mit Anführung einschlägiger Literatur (5-10 Seiten ohne Literaturverzeichnis, Arial 11pt, 1,5-zeilig),
  3. ein Resümee der schriftlichen Examensarbeit (soweit eine solche angefertigt wurde) auf zwei bis drei Seiten
  4. eine Kopie des Hochschulabschlusszeugnisses

Weitere Bestandteile der Bewerbung:

Links & Downloads

Wie erfolgt die Auswahl?

Die Begutachtung erfolgt zweistufig. Zunächst werden die Anträge durch die jeweiligen Fakultäten bewertet. Dafür werden je nach Fakultät Kommissionen eingesetzt, unabhängige Gutachten eingeholt oder Anhörungen durchgeführt. Die Vergabe selbst erfolgt danach durch die Vergabekommission des Senats. Sie setzt sich aus den nichtstudentischen Mitgliedern des Forschungsausschusses sowie der Gleichstellungsbeauftragten zusammen. Den Vorsitz hat der Vizepräsident für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung.

Häufig gestellte Fragen

Wieviele Stipendien werden vergeben?
Die Anzahl der Stipendien variiert jährlich. Pro Fakultät können 1-2 Stipendien vergeben werden. In den letzten Jahren wurden pro Jahr insgesamt etwa 10-12 Stipendien vergeben.

Wie hoch sind meine Chancen?
Die Anzahl der Bewerbungen variiert von Fakultät zu Fakultät. Erfahrungsgemäß gibt es in den Geistes- und Sozialwissenschaften zumeist höhere Bewerbungszahlen als in den Naturwissenschaften. Jedoch garantiert auch eine geringe Anzahl an Bewerbungen nicht den Erhalt eines Stipendiums - ausschlaggebend ist die Qualität der einzelnen Bewerbungen.

Was sind die Bewertungskriterien?
Die drei wesentlichen Kriterien für die Vergabe der Stipendien sind: Sehr gute Noten im Studium, eine kurze Studiendauer und eine hohe Qualität des Exposés.

Ich habe länger als die Regelstudienzeit studiert. Ist das ein Problem?
Ein zügig durchgeführtes Hochschulstudium ist eine Voraussetzung für den Erhalt eines Landesgraduierten-Stipendiums. Falls Sie jedoch länger studiert haben, wäre es wichtig, dass aus ihrem Antrag, ihrem Lebenslauf oder einer zusätzlichen Erläuterung die Gründe deutlich werden.

Ich habe mich schon einmal beworben. Kann ich mich noch einmal bewerben?
Eine erneute Bewerbung ist möglich. Allerdings sollte die neue Bewerbung, insbesondere das Exposé, eine Weiterentwicklung des Dissertationsvorhabens erkennen lassen.

Wer entscheidet über die Vergabe?
Die Begutachtung erfolgt zweistufig. Zunächst werden die Anträge durch die jeweiligen Fakultäten bewertet. Dafür werden je nach Fakultät Kommissionen eingesetzt, unabhängige Gutachten eingeholt oder Anhörungen durchgeführt. Weitergehende Informationen erhalten Sie im Dekanat Ihrer Fakultät.
Die Vergabe selbst erfolgt danach durch die Vergabekommission des Senats. Sie setzt sich aus den nichtstudentischen Mitgliedern des Forschungsausschusses sowie der Gleichstellungsbeauftragten zusammen. Den Vorsitz hat der Vizepräsident für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung.

Wer kann ein Betreuer sein?
Betreuen dürfen die an der FSU Jena berufenen oder habilitierten Mitglieder der Fakultäten (Professoren und Professorinnen, Juniorprofessoren und Juniorprofessorinnen sowie Privatdozenten und Privatdozentinnen) sowie Leiterinnen und Leiter von Nachwuchsgruppen (z.B. Emmy-Noether-Gruppen). Ein Doktortitel reicht zur Betreuung einer Promotion nicht aus.

Was ist ein Referenzschreiben? Wer darf es ausstellen?
Im Referenzschreiben stehen ihre Person und ihre wissenschaftliche Qualifikation im Vordergrund -weniger ihr geplantes Dissertationsprojekt. Die Hochschullehrerin oder der Hochschullehrer sollte sie also persönlich kennen und ihre bisherigen wissenschaftlichen Leistungen einschätzen können. Das Schreiben kann von einer Hochschullehrerin oder einem Hochschullehrer der Friedrich-Schiller-Universität Jena oder einer anderen Hochschule ausgestellt werden.

Ich habe noch kein Abschlusszeugnis, kann ich mich trotzdem bewerben?
Ja, bis zur Entscheidung über die Vergabe muss die Abschlussnote jedoch vorliegen. Bitte reichen Sie stattdessen eine Leistungsübersicht und eine Stellungnahme des Gutachters über die Annahme und Note der Abschlussarbeit ein.

Welchen Inhalt sollte das Exposé haben?
Das Exposé sollte Folgendes enthalten: Ausführungen zur Fragestellung, deren Herleitung und Begründung, zum Stand der Forschung, zur methodischen Umsetzung, zum geplanten zeitlichen Ablauf mit Anführung einschlägiger Literatur.

Welche Form sollte das Exposé haben?
Das Exposé sollte (ohne Literaturverzeichnis) 5-10 Seiten lang sein. Es sollte in der Schriftart Arial mit der Schriftgröße 11 verfasst sein und einen Zeilenabstand von 1,5 Zeilen haben.

In meinem Studium gibt es keine Abschlussarbeit, was soll ich stattdessen einreichen?
Wenn es in Ihrem Studium keine Abschlussarbeit gibt, dann können Sie auch das Resümee einer Hausarbeit einreichen.

Wann erfahre ich, ob ich das Stipendium erhalte?
Sie werden Anfang Dezember von uns schriftlich benachrichtigt. Bitte sehen Sie von vorherigen Nachfragen ab.

Wann startet die finanzielle Förderung?
Die erste Stipendienzahlung erfolgt im Januar.

Gibt es eine Förderung für Familien?
Ja. Die Geförderten erhalten monatlich einen Familienzuschlag in Höhe von 300 Euro für ein unterhaltspflichtiges Kind und 150 Euro für jedes weitere unterhaltspflichtige Kind.

Information für Stipendiatinnen und Stipendiaten

Förderung von Auslandsaufenthalten
Nach dem Landesgraduiertenfördergesetz fördert der DAAD Auslandsaufenthalte von Stipendiatinnen und Stipendiaten mit einer Dauer von 1 bis 12 Monaten, die zur Durchführung eines Arbeitsvorhabens genutzt werden. Die Förderung ist möglich in Form einer Aufstockung Ihres Stipendiums, eines einmaligen Reisekostenzuschusses, einer Pauschale für Forschungs- und Kongresskosten und ggf. anfallenden Studiengebühren. Die Anträge müssen spätestens 8 Wochen vor Beginn des Auslandsaufenthaltes eingereicht werden.
Hinweise zur Förderung von Auslandsaufenthalten

Jährlicher Zwischenbericht
Das Thüringer Landesgraduiertenstipendium wird jeweils für die Dauer von einem Jahr bewilligt. Vor der Entscheidung über eine Weiterbewilligung des Stipendiums muss der Stipendiat einen Bericht vorlegen. Dieser Bericht muss den inhaltlichen und zeitlichen Verlauf der bisherigen Arbeit verdeutlichen und einen Arbeits- und Zeitplan für den Abschluss des Vorhabens enthalten. Zu diesem Bericht muss der Betreuer des Vorhabens eine Stellungnahme abgeben.
Hinweise zur Gestaltung des Berichts und Musterbericht

Abschlussbericht
Am Ende der Förderung ist ein Abschlussbericht vorzulegen und eine Stellungnahme der Betreuerin bzw. des Betreuers. Letztere entfällt, wenn die Dissertation innerhalb der Förderzeit eingereicht wurde.
Hinweise zur Gestaltung des Abschlussberichts und Musterbericht

Fachspezifische Stipendien

Hier finden Sie eine Auswahl fachspezifischer Stipendienmöglichkeiten für Promovierende. Weitere Stipendien können Sie u.a. in der Datenbank mystipendium.de finden. Eine Übersicht über Stipendien-Datenbanken finden Sie hier.

Fachspezifische Stipendien

Datenbanken

Im Folgenden finden Sie Datenbanken, in denen Sie gezielt nach Individual-Stipendien suchen können. Einige Datenbanken eignen sich vor allem für die Recherche zu Finanzierungsmöglichkeiten einer Promotion in Deutschland. Für die Nutzung dieser Angebote sind Deutschkenntnisse erforderlich. Andere Datenbanken legen den Fokus auf internationale Mobilität. Aufgrund der Mehrsprachigkeit der Datenbanken sind sie für internationale Promovierende mit keinen oder wenigen Deutschkenntnissen gut geeignet. Recherchiert werden kann sowohl zu Finanzierungsmöglichkeiten für eine Promotion in Deutschland als auch zur Finanzierung von Auslandsaufenthalten im Verlauf der Promotion.

Stipendien-Datenbanken für eine Promotion in Deutschland (deutschsprachig)

  • mystipendium
    Eine umfassende, benutzerfreundliche Stipendiendatenbank mit über 1500 Fördereinträgen. Das Portal umfasst eine große Bandbreite an Fördermöglichkeiten für die Promotion: von der Finanzierung der Lebenshaltungskosten über die finanzielle Unterstützung von Auslandsaufenthalten bis hin zu Beihilfen für wissenschaftliche Arbeiten.
  • Stipendienlotse des BMBF
    Die Stipendiendatenbank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung informiert sowohl Promovierende als auch Postdocs über verschiedene Förderungsmöglichkeiten.
  • Servicestelle für ELektronische ForschungsförderInformationen (ELFI)
    Das Portal umfasst eine Datenbank, die Informationen zur Forschungsförderung sammelt und gezielt aufbereitet. Zur Zeit enthält die ELFI-Datenbank über 8.000 Programme und rund 3.700 nationale und internationale Förderer.

Stipendien-Datenbanken für internationale Mobilität – Incoming, outgoing, returning (mehrsprachig)

  • EURAXESS Researchers in Motion
    Förderdatenbank für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland und der EU (incoming, outgoing, returning)
  • Stipendien-Datenbank des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD)
    In der Datenbank des DAAD finden Sie Informationen zu den Fördermöglichkeiten des DAAD für internationale Studierende, Graduierte, Promovierte und Hochschullehrerinnen und -lehrer sowie zu Angeboten anderer ausgewählter Förderorganisationen.
  • Scholarshipportal.eu
    Die Suchmaschine ermöglicht Promovierenden und solche, die es werden wollen, die europaweite Suche nach Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalten, Auslandspraktika etc.
  • European Funding Guide
    Eine Suchmaschine, die es ermöglicht sowohl nach Fördermöglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt als auch nach einer Finanzierung für eine Promotion zu suchen.
Aktuelles