Finanzierung der Promotion

Grundsätzlich kann man zwischen der Finanzierung durch Anstellung als Mitarbeiter, durch Stipendium oder durch externe Quellen unterscheiden. Nicht selten ergeben sich Mischfinanzierungen und der - manchmal auch mehrfache - Wechsel von einer Finanzierungsform in eine andere.

1. Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Haushaltstellen sind Angestellte am Lehrstuhl oder in der Abteilung / im Institut der Betreuerin bzw. des Betreuers. Sie unterstützen diese bei der Umsetzung der Lehrstuhl- oder Abteilungsaufgaben. Dazu gehören insbesondere Tätigkeiten im Rahmen der Lehre für Bachelor- und Masterstudierende, Mitwirkung am Forschungsprogramm sowie Unterstützung der Verwaltung des Lehrstuhls bzw. der Abteilung / des Instituts. Zugleich erhalten Sie die Möglichkeit zur eigenen Qualifizierung, was die Arbeit an der Dissertation einschließt.

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Drittmittelprojekten bearbeiten das Forschungsprogramm des Projekts und erhalten ebenfalls die Möglichkeit zur eigenen Qualifizierung, v.a. durch Anfertigen der Dissertation. Besprechen Sie mit Ihrer Betreuerin oder Ihrem Betreuer, wie eng Ihr Promotionsprojekt mit dem Thema des Drittmittelprojekts im Zusammenhang steht. Grundsätzlich ist es nicht mehr ausgeschlossen, dass in einem Drittmittel-Projekt promoviert wird. Weitere Informationen zur Promotion in einem Drittmittel-Projekt finden Sie hier.

Beide Formen der Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder Mitarbeiter sind üblicherweise zeitlich befristet und überwiegend als Teilzeitstellen ausgestaltet.

2. Promotionsstipendium

Promotionsstipendien dienen der Absicherung des Lebensunterhaltes, damit Sie sich in der geförderten Zeit von bis zu 3 Jahren Ihrem Promotionsprojekt widmen können. Stipendiatinnen und Stipendiaten sind formal unabhängig, d.h. keine Angestellten der Universität. Stipendien gelten nicht als Einkommen und werden daher nicht versteuert. Sie müssen sich aber selbst um eine Krankenversicherung kümmern und diese aus den Stipendienmitteln finanzieren.

Bitte beachten Sie, dass Bewerbungsfristen der einzelnen Stiftungen bzw. Förderprogramme stark variieren und häufig deutsche Sprachkenntnisse verlangt werden. Für das Bewerbungsverfahren sollten Sie einige Monate bis zur Entscheidung über die Aufnahme einplanen.

Die Graduierten-Akademie organisiert die Vergabe der Landesgraduiertenstipendien und bietet weitere Kurzzeitstipendien an. Eine Übersicht über Stipendien finden sie hier.

3. Berufsbegleitende Promotion

Bei der berufsbegleitenden Promotion sind Sie außerhalb der Universität oder an einer außeruniversitären Forschungseinrichtung angestellt oder anderweitig finanziell abgesichert. Bitte bedenken Sie bei der Langzeitplanung Ihrer Doktorarbeit, dass Sie bei gleichzeitiger Erwerbstätigkeit in den meisten Fällen deutlich länger für die Fertigstellung Ihrer Dissertation brauchen werden, vor allem wenn Ihr Promotionsprojekt nicht mit Ihrer beruflichen Tätigkeit im Zusammenhang steht.

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