Tenure Track

Professur mit Tenure Track

Eine Tenure-Track-Professur kann der ideale Einstieg in die Laufbahn als Professorin oder Professor sein. Bereits in den ersten Jahren nach der Promotion ist die Bewerbung auf eine W1-Professur bzw. Juniorprofessur möglich - ohne Habilitation oder äquivalente Leistungen. Wenn die Juniorprofessur den Zusatz "Tenure Track" trägt, bedeutet dies, dass nach Ablauf von sechs Jahren Bewährungszeit die Aussicht auf eine unbefristete Professur (W2 oder W3) besteht. "Tenure Track" bedeutet die verbindliche Zusage, dass eine befristete Professur nach erfolgreicher Zwischen- und Tenure-Evaluation in eine unbefristete Professur umgewandelt wird. Für die Bewertung in der Zwischenevaluation (nach 3-4 Jahren) und der Tenure-Evaluation (nach 5 Jahren) werden bereits bei der Berufung Leistungskriterien vereinbart, die der Professor bzw. die Professorin bis dahin erfüllt haben muss. Eine Evaluationskommission, die ähnlich zusammengesetzt ist wie eine Berufungskommission, entscheidet dann, ob die Leistungskriterien erfüllt sind. Ist die Beurteilung der Kommission positiv, wird die Profesorin bzw. der Professor entfristet.

Neben der Möglichkeit einer W1-Professur mit Tenure Track gibt es auch die Möglichkeit, eine W2-Professur mit Tenure Track zu besetzen. Hier helten die üblichen Bewerbungsvoraussetzungen für eine Professur. Der Tenure Track bedeutet bei einer befristeten W2-Professur die Zusage, dass bei erfolgreicher Bewährung die Stelle nach der vereinbarten Zeit in eine unbefristete W2- oder W3-Professur umgewandelt wird.

In Deutschland gibt es bereits seit 2002 die Möglichkeit, befristete Professuren mit Tenure Track zu versehen. Das Modell wurde zunächst selten verwendet. Durch das Tenure-Track-Programm von Bund und Ländern gibt es seit 2017 wesentlich mehr Tenure-Track-Professuren. Das Ziel des Tenure-Track-Systems in Deutschland ist es, Wissenschaftler/innen bereits in einem relativ frühen Karrierealter als Professor/innen (in der Regel W1- bzw. Juniorprofessor/innen) zu berufen und ihnen gleichzeitig schon mit der Berufung eine verlässliche und attraktive Perspektive auf eine unbefristete Professur zu geben.

Tenure Track an der Friedrich-Schiller-Universität

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena verfolgt das Ziel, das Erstberufungsalter zu senken, die frühe Selbstständigkeit und Selbstverantwortung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu stärken und die Planbarkeit und Transparenz wissenschaftlicher Karrierewege zu verbessern. Deshalb hat sie im Mai 2017 eine Satzung über die Besetzung von Tenure-Track-Professuren erlassen. Die Satzung regelt die Ausschreibung und Berufung, die Zwischenevaluation sowie die Tenure-Evaluation. In Zukunft soll die überwiegende Zahl der freiwerdenden W2-Professuren an der FSU als Tenure-Track-Professuren ausgeschrieben werden.

Satzung über die Besetzung von Tenure-Track-Professuren vom 17. Mai 2017 (Tenure-Track-Satzung)

Unterstützung für Tenure-Track-Professor/innen der FSU

Jede Tenure-Track-Professorin und jeder Tenure-Track-Professor bekommt zwei Mentor/innen zur Seite gestellt. Die Mentor/innen gehören zum Kreis der Hochschullehrenden und beraten, fördern und unterstützen den Tenure-Track-Professor bzw. die Tenure-Track-Professorin. Die Mentor/innen werden im Einvernehmen mit dem Tenure-Track-Professor bzw. der Tenure-Track-Professorin vom Fakultätsrat bestellt.

Informationen und Leitfaden zum Mentoring-Programm für Tenure-Track-Professor/innen

Die Friedrich-Schiller-Universität bietet für Tenure-Track-Professorinnen und -Professoren ein spezielles Qualifizierungsprogramm an.

Qualifzierungsprogramm für Tenure-Track-Professor/innen der FSU



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