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Finanzierung

Für Postdocs ist die Einwerbung von Forschungsgeldern ein wichtiger Karrierebaustein.

Sie brauchen eine Finanzierung für Ihren Lebensunterhalt als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler. Statt sich auf eine Stelle an der Universität oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung zu bewerben, können Sie mit einem Forschungsantrag bei einem Drittmittelgeber Ihre eigene Stelle einwerben - oder sich um ein Postdoc-Stipendium bewerben. Die Vor- und Nachteile beider Förderarten finden Sie hier. Unterstützung für Forschungsanträge bekommen Sie beim Servicezentrum Forschung und Transfer.

Wahrscheinlich brauchen Sie zusätzliche Mittel, um Ihre Forschung realisieren und publizieren zu können: Reisekosten, Hilfskraftmittel, Druckkostenzuschüsse und anderes. Sie können in einem größeren Forschungsantrag alle Kosten beantragen, die Sie für Ihren Lebensunterhalt und Ihre Forschung brauchen (inklusive Mitarbeitern, Durchführung von Tagungen etc.). Dazu berät Sie das Servicezentrum Forschung und Transfer. Es gibt aber auch vielfältige Möglichkeiten, einzelne Posten bei verschiedenen Geldgebern zu beantragen. Eine erste Übersicht zu diesen Fördermöglichkeiten finden Sie hier.

Wenn Sie Mittel für einen Auslandsaufenthalt benötigen, können Sie sich um Förderung für Forschungsaufenthalte, Tagungs- und Vortragsreisen oder Dozentenaustausch bewerben. Ebenso können Sie sich als internationaler Postdoc um Mittel für einen Forschungsaufenthalt in Deutschland bewerben.

Wenn Sie eine wissenschaftliche Karriere mit dem Ziel einer Professur verfolgen, brauchen Sie Erfolge in der Drittmitteleinwerbung auch dafür, um Ihre Chancen bei Berufungsverfahren zu verbessern.

Forschungsstipendien für Postdocs

Forschungsstipendien sind vor allem für überschaubare Forschungsvorhaben oder für jüngere Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu empfehlen. Auch für Forschungsaufenthalte im Ausland können Stipendien sinnvoll sein. Die Bearbeitungsfristen sind oft kürzer als bei Anträgen für Projektförderung. Ein Stipendium ist in der Regel steuerfrei, enthält aber auch keine Sozialversicherung - um Kranken- und Rentenversicherung müssen Sie sich selbst kümmern, einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I erwerben Sie nicht.

Einige Stipendiengeber haben wir für Sie aufgelistet, weitere finden Sie über Datenbanken.

Projekte mit eigener Stelle

Als promovierte Wissenschaftlerin bzw. promovierter Wissenschaftler sind Sie berechtigt, einen eigenen Projektantrag für ein Forschungsprojekt zu stellen. Darin können Sie Personalmittel (zum Beispiel für Ihre eigene Stelle), Sachmittel und Reisekosten beantragen. Ein Projektantrag wird über die Universität eingereicht. Wenn der Antrag vom Drittmittelgeber bewilligt wird, wird das Geld über die Universität verwaltet und Sie werden aus diesen Geldern als Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter der Universität angestellt.

Es gibt viele Programme, bei denen Sie einen Antrag stellen können. Das Servicezentrum Forschung und Transfer hat eine Übersicht nationaler und internationaler Förderprogramme zusammengestellt. Für die Auswahl eines Förderprogramms und die Antragstellung berät Sie das Servicezentrum Forschung und Transfer.

Einen ersten Überblick über bekannte Förderprogramme haben wir als Einstieg in Ihre Recherchen hier zusammengestellt:

Druckkosten-, Reisekosten- und Sachmittelbeihilfe

Eine Auswahl von Stiftungen und Förderprogrammen für unterschiedliche Bedarfe haben wir für Sie zusammengestellt. Es gibt unzählige weitere Möglichkeiten, die Sie zum Teil über Datenbanken recherchieren können.

FSU-Stipendien für Postdoktorandinnen

Im Laufe von Wissenschaftskarrieren können Übergangssituationen mit Finanzierungslücken entstehen, insbesondere, wenn die Qualifizierung mit strukturellen Erschwernissen, wie Phasen von Teilzeitbeschäftigung, familienbedingten Unterbrechungen etc., einhergeht. Überproportional häufig trifft dies für Frauen zu.

Das Programm hat das Ziel, den wissenschaftlichen Karrierefortgang exzellenter promovierter Forscherinnen in solchen Übergangssituationen durch die Vergabe projektbezogener Stipendien zu unterstützen. Gefördert werden Stipendienprojekte, die dazu beitragen, die eigene wissenschaftliche Profilbildung zur Erlangung oder Verbesserung der Berufungsfähigkeit sinnvoll zu ergänzen oder zu schärfen und damit die universitäre Laufbahn gezielt voranzubringen.

Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Thüringer Programms zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchskünstlerinnen (2017-2019) aus Mitteln des Freistaats Thüringen.

Mehr Informationen zum Stipendienprogramm für Postdoktorandinnen finden Sie hier.

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