Beendetes Projekt: "Haus für den wissenschaftlichen Nachwuchs" (2011-2017)

Mit dem Projekt "Jena Haus für den wissenschaftlichen Nachwuchs" förderte die Stiftung Mercator den Ausbau der Graduierten-Akademie von Dezember 2011 bis Dezember 2017. Dabei stand erstmals in Deutschland neben der Promotionsphase auch die Postdoc-Phase im Fokus.

Mit dem Projekt wurden hervorragende Rahmenbedingungen für Promovierende und Postdocs in Jena geschaffen. Darüber hinaus wurden Modelle entwickelt, die in die Landschaft der Graduiertenförderung bundesweit ausstrahlen.

Gestaltung der Qualifizierungsphase nach der Promotion und Unterstützung von Postdocs

Die Phase zwischen dem Abschluss der Promotion und dem Eintritt in eine dauerhafte Beschäftigung innerhalb oder außerhalb der Wissenschaft ist vielleicht der steinigste Teil des Karriereweges junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Gleichzeitig bekam diese Phase erst in den 2010er-Jahren nach und nach die Aufmerksamkeit der Universitäten und der Wissenschaftspolitik: Man hatte bis dahin wenig Informationen über Postdocs und es war unklar, wie weit für diese Gruppe Verantwortung übernommen werden sollte.

Das Jenaer Projekt setzte hier mit einer öffentlichen Diskussionen zu Rahmenbedingungen der Postdoc-Phase und mit strategischen Unterstützungsmaßnahmen für Postdocs vor Ort an.

Unterstützung von Partizipation und Vernetzung von Promovierenden und Postdocs

Das Projekt "Jena Haus für den wissenschaftlichen Nachwuchs" unterstützte den Aufbau des DR.FSU, einer der ersten Promovierendenvertretungen an einer deutschen Universität. Darüber hinaus wurden verschiedene Formate entwickelt, in denen sich Promovierende und Postdocs selbst engagieren und gegenseitig unterstützen können. Dazu gehört das Format "Doc4Doc" mit Workshops von Doktoranden für Doktoranden und die Unterstützung von fächerübergreifenden, selbst organisierten wissenschaftlichen oder wissenschaftspolitischen Aktivit-ten von Promovierenden und Postdocs. Die Grundlage für alle gemeinsamen Aktivitäten bietet dabei das "Haus für den wissenschaftlichen Nachwuchs 'Zur Rosen'" als Zentrum für Begegnung und Vernetzung.

Entwicklung eines Qualifizierungsangebotes zu Grundfragen der Wissenschaft

Für Leitungsaufgaben in der Wissenschaft benötigt man exzellente Forschungs- und Lehrkompetenzen sowie gut ausgebildete "soft skills". Für die Entwicklung dieser Fähigkeiten gibt es in den Fächern und zentralen Universitätseinrichtungen breite Unterstützung. Wie aber ist es mit der Reflexion auf die Fundamente der eigenen wissenschaftlichen Tätigkeit bestellt? Wo werden Wissen, Orientierung und kritisches Urteil zu Grundfragen der Wissenschaft ausgebildet? Wer mit Weitblick forschen, bewusst Verantwortung übernehmen und sich interdisziplinär verständigen will, braucht diese Reflexionsebene.

Dafür wurden im Rahmen des Projekts fächerübergreifende Workshops für Promovierende und Postdocs entwickelt, die sich mit Themen wie "Forschung verantworten", "Wissenschaft und Gesellschaft", "Interdisziplinäre Kompetenz" oder "Wissenschaftliche Leistung beurteilen" beschäftigen. Außerdem wurde und wird die Wissenschaftskommunikation mit Laien durch Workshops, Wettbewerbe und das Filmprojekt "Show your research!" trainiert.

Ansprechpersonen

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Dr. Hanna Kauhaus
Projektleitung
 Norbert_80
Norbert Krause
Wiss. Mitarbeiter
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