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Projekt "Jena Haus für den wissenschaftlichen Nachwuchs"

Mit dem Projekt "Jena Haus für den wissenschaftlichen Nachwuchs" förderte die Stiftung Mercator den Ausbau der Graduierten-Akademie bis Dezember 2017. Dabei stand erstmals in Deutschland neben der Promotionsphase auch die Postdoc-Phase im Fokus.

Mit dem Projekt wuden hervorragende Rahmenbedingungen für Promovierende und Postdocs in Jena geschaffen. Darüber hinaus wurden Modelle entwickelt, die in die Landschaft der Graduiertenförderung bundesweit ausstrahlen.

Eine ausführliche Darstellung des Projekts finden Sie hier.

Gestaltung der Qualifizierungsphase nach der Promotion und Unterstützung von Postdocs

Die Phase zwischen dem Abschluss der Promotion und dem Eintritt in eine dauerhafte Beschäftigung innerhalb oder außerhalb der Wissenschaft ist vielleicht der steinigste Teil des Karriereweges junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Gleichzeitig war diese Phase bisher wenig im Blick der Universitäten und der Wissenschaftspolitik: Man hatte wenig Informationen über Postdocs und es war unklar, wie weit für diese Gruppe Verantwortung übernommen werden soll.

Das Jenaer Projekt setzt hier mit einer öffentlichen Diskussionen zu Rahmenbedingungen der Postdoc-Phase und mit strategischen Unterstützungsmaßnahmen für Postdocs vor Ort an.

Aktivitäten:

Unterstützung von Partizipation und Vernetzung von Promovierenden und Postdocs

Die gemeinsamen Interessen der Promovierenden sollen an der Universität zu Wort kommen. Deshalb unterstützt das Projekt "Jena Haus für den wissenschaftlichen Nachwuchs" den Aufbau einer Promovierendenvertretung.

Darüber hinaus werden verschiedene Formate entwickelt, in denen sich Promovierende und Postdocs selbst engagieren und gegenseitig unterstützen können. Die Grundlage für alle gemeinsamen Aktivitäten bietet dabei das "Haus für den wissenschaftlichen Nachwuchs 'Zur Rosen'" als Zentrum für Begegnung und Vernetzung.

Aktivitäten:

Ausweitung der Promotionsstandards auf alle Promovierenden und Verbesserung des Serviceangebots

Seit 2008 gibt es an der FSU Standards für Promotionsbedingungen. Diese gelten allerdings nur für die Promotion in strukturierten Promotionsprogrammen und betreffen damit nur ca. 25% aller Promovierenden. Die Diskussion um Qualitätskriterien für die Promotionsphase wird nun in der Breite mit den Fakultäten geführt, um gemeinsame Leitlinien für alle Promotionen zu entwickeln.

Parallel dazu werden die Service- und Qualifizierungsangebote der Graduierten-Akademie ausgebaut, damit alle Promovierenden von ihnen profitieren.

Aktivitäten:

Entwicklung eines Qualifizierungsangebotes zu Grundfragen der Wissenschaft

Für Leitungsaufgaben in der Wissenschaft benötigt man exzellente Forschungs- und Lehrkompetenzen sowie gut ausgebildete "soft skills". Für die Entwicklung dieser Fähigkeiten gibt es in den Fächern und zentralen Universitätseinrichtungen breite Unterstützung. Wie aber ist es mit der Reflexion auf die Fundamente der eigenen wissenschaftlichen Tätigkeit bestellt? Wo werden Wissen, Orientierung und kritisches Urteil zu Grundfragen der Wissenschaft ausgebildet? Wer mit Weitblick forschen, bewusst Verantwortung übernehmen und sich interdisziplinär verständigen will, braucht diese Reflexionsebene.

Im Rahmen des Jenaer Projekts werden für Promovierende und Postdocs zunächst fächerübergreifende Workshops entwickelt, die sich mit Themen wie "Forschung verantworten", "Wissenschaft und Gesellschaft", "Interdisziplinäre Kompetenz" oder "Wissenschaftliche Leistung beurteilen" beschäftigen. Das Gespräch mit Nachwuchswissenschaftler/innen, Betreuer/innen und Expert/innen sowie die Evaluationen aus den Workshops helfen uns, den Status Quo einzuschätzen, Bedürfnisse und Anknüpfungspunkte zu erkennen und ein vielschichtiges und attraktives Bildungsangebot zu "Grundfragen der Wissenschaft" aufzubauen.

Aktivitäten:

Pressemitteilung zur Entwicklung eines Qualifizierungsprogramms zu "Grundfragen der Wissenschaft"

Team

 Hanna_qu mini
Dr. Hanna Kauhaus
Projektleitung
 Norbert_qu2_mini
Norbert Krause
Wiss. Mitarbeiter
 Susanne U_qu mini
Susanne Undisz
Wiss. Mitarbeiterin